Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften

Leipzig 2017

Leipzig 2017

Leipzig 2017

Exkursionsleitung: Vertr.-Prof. Dr. Tilmann Schenk, Nicolas Meintz, Matthias Schaarwächter

Exkursion nach Leipzig

Der Raum Leipzig war das Untersuchungsgebiet des diesjährigen Seminars „Regionale Geographie“ im Rahmen des kombinatorischen Bachelorstudiengangs. So besuchten 21 Studierende die Stadt Leipzig und das Umland vom 25.09.2017 bis zum 28.09.2017 (Leitung: PD Dr. Tilman Schenk, Matthias Schaarwächter und Nicolas Meintz) und konnten vielfältige Eindrücke geographischer Prozesse und Konzepte gewinnen.

Die Studierenden konnten die Auswirkungen des Sozialismus, der Wiedervereinigung und den Einfluss bürgerschaftlichen Engagements anhand zahlreicher Projekte erkunden und vor Ort mit Experten bzw. Beteiligten diskutieren. Die am schnellsten wachsende Stadt Deutschlands ist für eine stadtgeographische Exkursion besonders reizvoll. So besuchte die Gruppe am ersten Tag die Innenstadt und konnte einen Eindruck gewinnen, wie sich die Stadt Leipzig seit ihrer Gründung entwickelt hat. Am zweiten Tag der Exkursion stand das bürgerschaftliche Engagement und die Quartiersentwicklung im Vordergrund. Die Exkursionsteilnehmerinnen und -teilnehmer besuchten in diesem Zusammenhang einen Gemeinschaftsgarten des Querbeet e.V., eine ehemalige Bahnstrecke, die zu einem Rad- und Fußweg ausgebaut werden soll (Parkbogen Ost) und den Bürgerbahnhof Plagwitz. Bei all diesen Standorten kam es zum Austausch mit Experten von der Stadt und engagierten Bürgern Leipzigs. Der dritte Tag war geprägt durch den Bergbau im Süden Leipzigs und der touristischen Nachnutzung heute. Nach dem Besuch eines Tagebaus (Vereinigtes Schleenhain) konzentrierte sich das Programm am Nachmittag auf die Folgelandschaften der riesigen Braunkohletagebaulöcher. Der Besuch des Cospudener Sees zeigte der Gruppe, wie eine Nachnutzung solcher Flächen umgesetzt werden kann. Auch an diesem Tag fand ein Austausch mit Experten von der MIBRAG (Mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft) und der Universität Leipzig statt. Am letzten Tag beschäftigten sich die Exkursionsteilnehmerinnen und -teilnehmer mit den heutigen Herausforderungen und Chancen des sozialistischen Städtebaus am Beispiel des Stadtteil Grünau. Im Austausch mit dem ansässigen Quartiersmanagement und dem Umweltforschungszentrum Leipzig wurde die Entwicklung des Stadtteils seit den 1970er Jahren und die Chancen und Probleme in der Quartiersentwicklung diskutiert.

Alles in allem konnten in den vier Tagen viele Eindrücke gesammelt und Projekte betrachtet werden, die den Exkursionsteilnehmerinnen und -teilnehmern einen Einblick in aktuelle und historische Entwicklungen einer Großstadt der ehemaligen DDR ermöglichte.

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